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Beschreibung:
Viel Zeit, einander kennenzulernen, hatten die beiden nicht - und schon wird der junge Ritter wegen Hochverrat angeklagt, fällt bei König Artus in Ungnade und muss fliehen. Seine Verlobte ist jedoch fest entschlossen, seine Unschuld zu beweisen, und begibt sich als Mann verkleidet mitten in das Rebellenlager, das von Mordred, dem unehelichen Sohn des Königs, angeführt wird. Als Mordred von ihrer Tarnung erfährt, wird die junge Frau als Geisel genommen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: Gelingt es dem Ritter seine Geliebte zu befreien?
Heather O Lance, ca. 212 Seiten - Lieferfrist ab 10 Tage
ab CHF 49.90
Allgemeine Infos
Personen
Nennungshäufigkeit
Leseprobe
Abriss:
Rittergeschichte zur Zeit der Tafelrunde König Artus'
Schauplatz:
Cornwall, die sagenumwobene Burg Camelot, Nottingham Castle
Epoche:
6. Jahrhundert, zur Zeit von König Artus
Weibliche Hauptrolle
Lady Marie-Annde Valys, Normannin und Edelfräulein am Hofe König Artus'; gilt als wunderschön und unnahbar; verliebt in Richard; versucht, die Intrige um ihren zukünftigen Gatten aufzulösen, und bringt sich dabei selbst in höchste Gefahr; wird jedoch von Richard gerettet; die beiden werden glücklich.
Männliche Hauptrolle
Sir Richardde Beauchamps, Sohn eines normannischen Edelmannes und einer Waliserin; Ritter am Hofe von König Artus; verliebt in Marie-Ann; sein stolzes und eigensinniges Wesen bringt ihn häufig in Schwierigkeiten, bis die Liebe zu Marie-Ann den Hitzkopf bändigt; rettet Marie-Ann.
Kammermädchen der weiblichen HauptrolleHelen, einfaches Bauernmädchen und Marie-Anns Kammermädchen; hat zuvor auf der Burg von Richards Eltern gedient und war heimlich in ihn verliebt; engste Vertraute von Marie-Ann.
Knappe der männlichen HauptrolleFerdinand, Richards treuer Knappe; wird von Marie-Ann und Helen ins Vertrauen gezogen und besorgt Männerkleidung für Marie-Ann.
Weibliche Hauptrolle
Lady Marie-Annde Valys, Normannin und Edelfräulein am Hofe König Artus'; gilt als wunderschön und unnahbar; verliebt in Richard; versucht, die Intrige um ihren zukünftigen Gatten aufzulösen, und bringt sich dabei selbst in höchste Gefahr; wird jedoch von Richard gerettet; die beiden werden glücklich.
Mutter der männlichen HauptrolleMoragh, Richards Mutter, die als Zauberin gilt und trotz der fortgeschrittenen Christianisierung an ihrer heidnischen Lebensweise festhält.
Männliche Hauptrolle
Sir Richardde Beauchamps, Sohn eines normannischen Edelmannes und einer Waliserin; Ritter am Hofe von König Artus; verliebt in Marie-Ann; sein stolzes und eigensinniges Wesen bringt ihn häufig in Schwierigkeiten, bis die Liebe zu Marie-Ann den Hitzkopf bändigt; rettet Marie-Ann.
Vater der männlichen HauptrolleGiles, Richards Vater, älterer normannischer Edelmann; wird von König Artus gefangen gehalten; lebt nicht mit Richards Mutter zusammen.
Rivale der männlichen Hauptrolle
Sir CharlesDuvall, Richards Rivale; verliebt in Marie-Ann.
Weibliche Hauptrolle
429 x
Der Vorname der weiblichen Hauptrolle ist ...
6 x
Die Haarfarbe der weiblichen Hauptrolle ist ...
3 x
Die Augenfarbe der weiblichen Hauptrolle ist ...
2 x
Die Lieblingsfarbe der weiblichen Hauptrolle ist ...
4 x
Der Kosename für die weibliche Hauptrolle ist ...
Männliche Hauptrolle
472 x
Der Vorname der männlichen Hauptrolle ist ...
10 x
Die Haarfarbe der männlichen Hauptrolle ist ...
9 x
Die Augenfarbe der männlichen Hauptrolle ist ...
4 x
Die Lieblingsfarbe der männlichen Hauptrolle ist ...
3 x
Der Kosename für die männliche Hauptrolle ist ...
Kammermädchen der weiblichen Hauptrolle
127 x
Der Vorname des Kammermädchens ist ...
Knappe der männlichen Hauptrolle
17 x
Der Vorname des Knappen ist ...
Weibliche Hauptrolle
16 x
Der Nachname der weiblichen Hauptrolle ist ...
Mutter der männlichen Hauptrolle
49 x
Der Vorname seiner Mutter ist ...
Männliche Hauptrolle
34 x
Der Nachname der männlichen Hauptrolle ist ...
Vater der männlichen Hauptrolle
15 x
Der Vorname seines Vaters ist ...
Rivale der männlichen Hauptrolle
82 x
Der Vorname des Rivalen ist ...
24 x
Der Nachname des Rivalen ist ...
Zwei Tage vergingen. Richard hatte nicht gewusst - oder er hatte es vergessen - dass es Menschen gab, die so friedlich und selbstgenügsam lebten. Da waren keine Hofintrigen, keine Eifersüchteleien, es gab nichts, was Moraghs ruhiges Regiment über Dienerschaft und Natur in Frage gestellt hätte. Er sehnte sich nicht nach Camelot.
Und er sehnte sich nicht nach Marie-Ann! Nur wenn er die Augen schloss, konnte er ihren Duft riechen, und sein Herz pochte wild.
Am Mittag des zweiten Tages erfuhr sein idyllisches Traumleben eine jähe Wendung. Mit dem feinen Instinkt eines erfahrenen Kriegers fühlte er, noch ehe er es sah, dass etwas geschehen war. Er gab seinem Pferd die Sporen und lenkte es über die schmale Holzbrücke. Die Burg lag wie bei seinem ersten Kommen friedlich im hellen Sonnenschein und badete ihre hellgrauen Mauern in der warmen Frühlingsluft. Richard kniff die Augen zusammen und wollte eben auf das Tor zusprengen, als ihm ein Stallknecht entgegen rannte. Er winkte heftig. Sogar auf die Entfernung konnte Richard sehen, dass sein Gesicht kreidebleich war.
"Flieht, Herr, Ihr müsst fliehen!"
Für einen kurzen Augenblick wurde Richard eiskalt ums Herz. Wie hatte er glauben können, dass er hier in Sicherheit war. Wie hatte er seine Mutter in diese Gefahr bringen können. Dennoch warf er nicht sein Pferd herum, wie der Mann das von ihm zu erwarten schien. Stattdessen schwang er sich aus dem Sattel und packte den keuchenden Knecht am Kragen. "Was ist geschehen?"
Der Mann hing in seinem Griff wie eine Lumpenpuppe. Mit zitternder Hand wies er auf den Innenhof. Erst jetzt sah Richard, dass dort ein Pferd auf und ab geführt wurde. Es war ein schönes, milchigweißes Tier. Es trug noch die Satteldecke und auf dieser erkannte Richard den eingestickten Drachen des Hauses Pendragon - das Wappentier des Königs.
"Verdammt!", fluchte er wild und stieß den Mann so heftig zurück, dass dieser taumelte. "Was ist mit meiner Mutter?"
"Es geht ihr gut, Herr. Aber Ihr, Ihr müsst fort, so schnell es geht. Sie haben..."
"Ja? Was haben sie? Rede, Mann!"
Doch in diesem Augenblick wurde das Burgtor geöffnet. Richard verschmolz mit einem neuerlichen Schimpfwort mit dem Schatten der Stallwand, während er zusah, wie seine Mutter und ein fremder Mann, der die Kleidung der Wache des Königs trug, ins Freie traten. Um ein Haar hätte er gelächelt. Seine Mutter war in den ganzen Staat einer Dame von edler Herkunft gekleidet. Ihr Haar war unter einem kostbaren Schleier verborgen, und an ihren Händen funkelten Juwelen. Der Soldat ging einen halben Schritt hinter ihr, und selbst von weitem war zu sehen, wie sehr er von der Erscheinung der Hausherrin eingeschüchtert war.
"Ich danke seiner Majestät untertänig für seine Güte", hörte Richard seine Mutter sagen. Der Soldat verneigte sich tief, offensichtlich erleichtert. Er hatte die schwere Ironie in der Stimme der Hausherrin offensichtlich nicht gehört. Dem jungen Mann hingegen war kalt geworden. Nie hatte er eine derartige Barschheit in der sanften Stimme seiner Mutter vermutet. Ungeduldig wartete er, bis der Mann verschwunden war, dann war er mit zwei, drei langen Schritten bei seiner Mutter.
Sie stand da wie eine Träumende, und zu seinem größten Entsetzen sah er, wie zwei große Tränen sich von ihren Wimpern lösten und über ihre Wangen rollten. Er schüttelte sie sanft. "Mutter, rede mit mir. Was ist passiert? Was wollte Artus?"
Sie blinzelte. Dann warf sie sich mit einem herzzerreißenden Aufschrei in seine Arme.
"Richard, sie haben Giles!"
Wenig später saßen sie in der warmen, gewürzdurchfluteten Küche. Richard hatte Moragh einen Becher Wein zwischen ihre zitternden Finger gedrückt und wartete mit wachsender Ungeduld auf ihren Bericht.
"Sie haben Giles", wiederholte Moragh bebend. "Der König hält ihn gefangen. Es... oh Richard, es ist so furchtbar."
Er hatte seine Mutter nie schwach erlebt. Jetzt presste er seine Lippen zu einem harten Strich zusammen.
"Ich wusste, dass ich euch Unglück bringen würde", sagte er mit aufquellender Bitterkeit.
"Oh Liebling, wie kannst du so etwas sagen", protestierte Moragh, aber sie wich seinem Blick aus. Richard holte tief Atem.
"Wieso ist Artus' Bote zu dir gekommen? Woher wusste er...?"
Er ließ den Satz unvollendet. Moragh holte Luft.
"Sie haben ihn abgefangen, als er von hier zu seiner Burg geritten ist", sagte sie mühsam, um Fassung bemüht. "Sie haben ihn gefangen genommen und Artus vorgeführt. Sie wollten wissen..."
"Wo ich bin", beendete Richard den Satz, als seine Mutter schwieg. Sie nickte.
"Ja, und dann haben sie gesagt... oh Richard, es ist furchtbar."
Der junge Mann verspürte ein flaues Gefühl im Magen.
"Sie haben gesagt, dass sie meinen Vater festhalten werden, bis ich mich gestellt habe. Ist es nicht so?"
Die Hausherrin stieß ein winziges Stöhnen aus. "Ja", sagte sie schwach. "Genauso ist es. Aber Richard, sie können ihn nicht ewig festhalten. Der König wird deinen Vater irgendwann freigeben. Du... du darfst nicht..."
"Mutter, glaubst du wirklich, dass ich meinen Vater auch nur eine Sekunde länger als nötig in Gefangenschaft lassen werde? Natürlich werde ich mich stellen. Ich werde sofort losreiten."
"Nein, Richard, nicht..."
Der junge Mann stand auf. "Ich werde sofort meine Sachen packen und nach Camelot reiten."
Seine Stimme war trügerisch ruhig. Einen Augenblick lang nahm er seine Mutter in die Arme und drückte sie fest an sich. "Mache dir keine Sorgen um mich, Mutter."